Mit bewegten Bildern bewerben

Vorstellungsgespräche mit Video-Vita – Projekt an der Ebinger Hohenbergschule

 Für Hauptschüler wird es immer schwieriger, nach dem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz zu finden.  Noten sind dabei aber nicht immer das Hauptproblem

 Zollernalb-Kurier, Albstadt-Ebingen, 17.12.2009 

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Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, da die Bewerber laut Aussagen von Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungsunternehmen nicht das nötige „Rüstzeug“ mitbringen. Neben schulischen Leistungen sind nämlich auch Auftreten,  soziale Kompetenz und Kommunikations-
fähigkeit gefragt.

Genau hier setzt das Projekt „Von Standby auf Aktiv“ der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg an. Zehn Neuntklässler der Hohenbergschule Ebingen hatten im Rahmen dieses Projekts die Möglichkeit, ihre Sozialkompetenz auszubauen und aussagekräftige Bewerbervideos von sich produzieren zu lassen, die sie ihren Bewerbungen beilegen können.

Zum dritten Mal luden Konrektor und Klassenlehrer Siegfried Fischer und Klassenlehrer Ertekin Avcilar, drei Tage lang dafür die Theaterpädagogin Beate Duvenhorst und einen professionellen Filmemacher von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung in die Hohenbergschule ein.

Am Anfang des Projekts standen Sprachübungen, Kommunikationstraining und persönliche Gespräche mit den Schülern. Drei Fragen standen im Mittelpunkt: „Wer bin ich, was kann ich, was will ich?“ Die Schüler sollten sich ihrer Stärken und Schwächen und der persönlichen Berufswünsche bewusst werden und lernen, diese selbstbewusst zu präsentieren.

An den nächsten beiden Tagen wurden die Bewerbervideos gedreht. Alle Schüler stellen sich darin zunächst kurz vor. Es wird gezeigt, was sie in ihrer Freizeit gerne machen: ob Fußball spielen, Autos reparieren, ehrenamtliches Engagement oder Basteln. Auch die Mitschüler werden zu den besonderen Stärken der Darsteller interviewt. Die Dreharbeiten waren anstrengend und dauerten am letzten Projekttag bis in die Abendstunden. Doch das tat der Begeisterung keinen Abbruch, alle arbeiteten konzentriert mit.

Die Schüler haben nicht nur viel darüber erfahren, wie ein Film produziert wird und den Umgang mit und vor der Kamera geübt, sondern auch viel über sich selbst und die eigenen Stärken und Schwächen gelernt. So haben manche Schüler am Ende des Projekts ganz andere Berufswünsche als am Anfang und hoffen, ihre Chancen bei der Bewerbung mit den professionellen Videos zu verbessern.